Von Winterschlaf kann bei den Bienen wirklich nicht die Rede sein. Auch wenn es von außen den Anschein macht, dass hier nichts los sei. Denn die Bienen rücken während der kalten Jahreszeit ganz dich zusammen um sich gegenseitig zu wärmen. Dies sieht dann aus wie ein dunkler, runder Ball. Im Imker Jargon wird dieser als „Wintertraube“ bezeichnet. Die Größe dieser Wintertraube hängt von der Außentemperatur ab: Je kälter, desto kleiner ist sie da sich die Damen noch enger an einander kuscheln.

Interessant ist auch, dass die Temperatur der Wintertraube zusammen mit der Außentemperatur sinkt – vermutlich um noch mehr Energie sparen zu können. Doch zu kalt mögen es die Bienen  nicht. Fällt die Temperatur noch weiter, dann helfen sie sich einfach selbst. Sie beginnen mit den Flügelmuskeln zu zittern und zu vibrieren, was Wärme erzeugt und die Bienentraube wieder auf eine akzeptable Temperatur bringt.

Die nötige Energie für das zittern und vibrieren kommt vom wohlverdienten Wintervorräten in den Waben. Ein guter Imker achtet deshalb penibel darauf, dass seine Bienen im Herbst so gut mit Futter ausgestattet sind, dass es auf jeden Fall bis weit ins Frühjahr hinein reicht. Wenn dann im Frühling die Haselnuss und die Weide blühen und auch sonst alles zu sprießen beginnt, dann nimmt der Imker die Waben mit dem nun nicht mehr benötigten Futter wieder aus den Stöcken heraus. Diese werden dann zum heranziehen neuer Völker verwendet.